Social Media – und dann? Ein Zwischenfazit zum Thema.

Wie ich es in den vergangenen drei Artikeln dargelegt habe, setzt sich die digitale Kommunikation seitens und über das Format ZDF login aus drei Phasen zusammen. Hierfür werden die Kanäle Blog, Facebook Google plus und Twitter genutzt. Doch welchen Zwecken dienen die einzelnen Kanäle und wie Konsequent werden sie genutzt?

Es hat sich gezeigt, dass sowohl Facebook, als auch Google plus vor allem dazu dienen, unter denjenigen, die die jeweilige Fanpage mit einem „Like“ bzw. einem „+1“ markiert haben, Aufmerksamkeit zu schaffen. Das heißt die Reichweite der beiden Netzwerke zu nutzen, um Awareness für den Blog zu kreieren.

Diskussion oder Diskurs findet so gut wie gar nicht statt. Das heißt, dass zwar vereinzelt Fragen zum jeweilig relevanten Thema an die User gerichtet werden aber der häufig kontorversen Diskussion unter den Usern, die daraufhin beginnt, weiterhin keine Beachtung geschenkt wird. Weder die Redaktion, noch die späteren Studiogäste schalten sich hier moderierend oder dem Diskurs beitragend ein, weshalb dieser meist ins Leere läuft. Für ein Format, das seine Existenzberechtigung zum Teil auch aus den Sozialen Netzwerken ableitet ist das in meiner Auffassung etwas wenig (Bei Anne funktioniert dies anscheinend einwandfrei.)

Zentrale Kommunikationsplattform, so hat es sich im laufe meiner Recherchen herausgestellt, ist der Blog. Er vereint als einziger Kanal mit Begleittexten, Kommentarfunktion und Livechat konsequent alle drei Kommunikationsphasen auf sich. Wie schon oben erwähnt dienen Facebook und Google plus dazu, Aufmerksamkeit auf selbigen zu lenken. Dennoch werden auch hier Diskussionen in Kommentarform während aller drei Kommunikationsphasen seitens der Redaktion faktisch nicht beachtet. So wie es scheint, ist dies ein strukturelles Problem des Formats. Dennoch offenbart es auch, wie sich die gesamte Interaktion seitens der Redaktion vor allem auf die Livesendung konzentriert.

Twitter ist wohl der Kanal, der aus subjektiver Sicht (eine quantitative Analyse würde den Rahmen sprengen) die höchsten Interaktionsraten unter den Usern aufweist. Dies führt auch zu kreativen Weiterführungen des Konzepts, wie etwa das zeitsynchrone Nebeneinanderlegen des Twitterfeeds und der Sendung.

Auffällig ist auch, dass sich die Redaktion hier vereinzelt in Diskussionen einschaltet und Userfragen beantwortet. Eine probate Erklärung für diese Diskrepant zwischen Facebook /Google plus und Twitter ist mir derzeit nicht ersichtlich. Allerdings ist Twitter neben dem Livechat des Blogs der einzige Kanal mit direktem Einfluss während der Sendung. Tweets mit dem Hashtag #zdflogin fließen redigiert in den Diskurs ein. Dies lässt möglicherweise auf eine höhere Wertschätzung seitens der Redaktion schließen.

Wie oben kurz angerissen empfinde ich es als inkonsequent zwar mit Social Media als zentrales Nutzenversprechen zu werben, aber dies nur halb umzusetzten. Logischerweise muss ein Format mit Ressourcen ökonomisch umgehen und Schwerpunkte setzten, dennoch glaube ich, dass ein stärkeres Einbeziehen der Vor- und Anschlusskommunikation in das Format einen Mehrwert bieten könnte.

Quellen:
RumFunkRevival. Youtube. 2012. Online in Internet. URL: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=vLb2OPwwvwo (Abgerufen am 20.12.12)

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About Jonas Baum

Student der Medien- und Kommunikationswissenschaft im 5. Fachsemester

2 responses to “Social Media – und dann? Ein Zwischenfazit zum Thema.”

  1. Anne Kiefer says :

    “Für ein Format, das seine Existenzberechtigung zum Teil auch aus den Sozialen Netzwerken ableitet ist das in meiner Auffassung etwas wenig.”

    Das sehe ich ganz genauso und mich würde interessieren, ob es dazu kritische Stimmen in der Presse gab!

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