Zwischenfazit

Nach nunmehr knapp zwei Monaten des Schreibens will ich zum ersten Mal versuchen auf den Entwicklungsprozess dieses Blogs und unserer Learning Community zurückzublicken, um vielleicht schon ein erstes Zwischenfazit zu meinem Lernprozess zu verfassen.

Ein erstes Fazit:

Auf formaler Ebene erscheint mir das Bloggen bis jetzt durchaus als probates Mittel vor allem um einen Lern- und Entwicklungsprozess nach außen hin darzustellen. Das größte Problem sehe ich darin, einen Roten Faden durch das gesamte Projekt zu ziehen. Momentan empfinde ich die Arbeit eher als ein Netzwerk von verschiedenen Wissenspunkten, das es zu verknüpfen gilt. Ich versuche zwar, ähnlich wie in der mir bisher einzig bekannten Form von wissenschaftlicher Arbeit, der Hausarbeit, nach einem Konzept zu schreiben, welches sich am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügt, dennoch will ich auch immer wieder auf neue Eindrücke eingehen, die mir im Laufe meiner Recherchen wichtig vorkommen. Logischerweise bringt die Blogstruktur in einzelnen Artikeln dies auch so mit sich. Es wird sich zeigen in wie fern sich die einzelnen Bestandteile unserer Learnig Communnity zusammenfügen lassen.

Inhaltlich sehe ich vor allem das Problem der theoretischen Untermauerung meiner Artikel. Wir bewegen uns in einem recht neuen Feld, zu dem es praktisch noch keine oder nur sehr praxisorientierte Literatur gibt. Ich versuche daher auch eigene theoretische Überlegungen anzustellen um meine Gedankengänge zu fundieren und mich auch auf neueste Entwicklungen beziehen zu können. Ein weiteres Feld auf dem ich Unsicherheiten ausmache, ist die Stilistik, in der ich diesen Blog verfasse. Die Blogs, welche ich in meiner Freizeit konsumiere sind meist in einem zwar sachlichen, dafür aber umso journalistischen Stil verfasst. Da ich ja nun selber einen Beitrag zur Blogosphäre leiste, versuche ich natürlich mich an bekannten Beispielen zu orientieren. Doch können Blogs primär nicht wissenschaftlichen Charakters als Prototyp für einen Wissenschaftlich- orientierten Blog gelten? Für mich versuche ich eine Art Mittelweg zu gehen und eigene Meinungen klar zu kennzeichnen. Das heißt, dass ich bisher versuche Floskeln, wie man sie gerne in Hausarbeiten gebraucht zu umgehen, also ansprechend und kurzweilig zu schreiben, dabei aber den wissenschaftlichen Charakter dieses Blogs nicht zu vernachlässigen. Ob mir dies gelingt wird sich zeigen. Bisher konnte ich, wie ich finde, recht erfolgreich erste konkrete Schlüsse über mein Format ziehen. Weiterentwickeln muss ich definitiv noch die Kommunikationsphasen. Ich hoffe dann auch ein erstes richtiges inhaltliches Fazit ziehen zu können. Weiterhin interessiert mich besonders der Gedanke der Talkshow als Mittel der politischen Willensbildung. Hier werde ich sicher noch den ein oder anderen Artikel verfassen. Generell habe ich das momentan das Gefühl leider nur einen sehr kleinen Teilbereich meiner Thematik abdecken zu können. Vielleicht sollte ich noch regelmäßiger schreiben, um meinen Ansprüchen dementsprechend genügen zu können.

Intern organisieren wir unsere Learning Community über eine eigene Facebook-Gruppe. Es hat sich gezeigt, dass hier Absprachen, Neuerungen und Informationen am besten über Facebook ausgetauscht werden können, da alle Gruppenmitglieder hier in regelmäßigen Abständen nach Updates schauen. Dennoch glaube ich, dass die Kommunikation unter uns als Gruppe noch verbessert werden kann. Bisher hat sich hier neben Facebook die Kommentarfunktion unter den einzelnen Artikeln als bestes Mittel erwiesen. Ich werde versuchen dies noch zu intensivieren. Ähnlich sieht es mit der Verknüpfung unter unseren E-Portfolios aus. Zwar hat sich bis jetzt schon die ein oder andere Möglichkeit ergeben einzelne Artikel zu Verknüpfen,dies funktioniert vor allem dadurch, dass wir zu Anfang Basistheorien, die für uns alle relevant werden könnten, untereinander aufgeteilt haben, um so von den einzelnen Gegebenheiten der verschiedenen Formate zu profitieren. Bisher empfinde ich dies als effizient und Nutzenstiftend, aber durchaus auch als ausbaufähig. Da  es bisher auch recht gut mit der Vernetzung unserer Learning Community innerhalb der Artikel klappt, habe ich bis jetzt auch weitgehend auf meine anfangs erwähnte “was tun die anderen?” Sparte in jedem Artikel verzichtet.

Schließlich will ich noch kurz auf die externe Gruppenkommunikation eingehen. Die zentrale Organisation des Seminars in einer Facebookgruppe ist sicherlich kein schlechter Weg. Dennoch sind viele der Learning Communities gar nicht oder nur beschränkt einsehbar, sodass es sich als schwierig gestaltet auf andere Gruppen einzugehen bzw. andere Blogs zu kommentieren und aus einem möglichen Diskurs einen Mehrwert zu ziehen. Hier gibt es aus meiner Sicht noch einiges Verbesserungspotential.

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About Jonas Baum

Student der Medien- und Kommunikationswissenschaft im 5. Fachsemester

2 responses to “Zwischenfazit”

  1. Anne Kiefer says :

    Ich teile dein Statement zum Thema wissenschaftliches Arbeiten im Blog voll und ganz! Ich hatte da auch so meine Schwierigkeiten und habe versucht irgendwie einen Mittelweg zu finden!

Trackbacks / Pingbacks

  1. En fin – Schlussreflexion | DIGITALjones - February 28, 2013

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