Archive | November 2012

Zutrittsbarrieren durch kommerzielle Social Media Anbieter?

Bei der Recherche für einen anderen Artikel bin ich heute auf diesen Blogeintrag  von vorgestern gestoßen.  Der Artikel spart zwar nicht an teils unbelegter Kritik, macht aber auf ein Problem aufmerksam, dessen ich mich auch widmen will:

Ist es für ein Format, das auf einem Öffentlich- Rechtlichen Sender läuft, vertretbar zum Zwecke der Interaktion stark auf private Anbieter wie Facebook, Twitter und Google+ zu setzten?

Um diese Frage zu beantworten sollte man sich zunächst das Prinzip des Formats verdeutlichen. Es beruht (wie schon hier beschrieben) auf Interaktion mit den Nutzern. Diese wollen dort abgeholt werden, wo sie sich präferierter Weise aufhalten. – Also in ihren schon bestehenden Netzwerken.  Diese sind zumeist kommerzielle Anbieter wie Facebook und Twitter.

Auf der einen Seite stehen also hohe Nutzerzahlen, die „login“ eine große Reichweite ermöglichen, aus denen dann möglicherweise auch hohe Interaktionsraten resultieren können.

Auf der anderen Seite werden Nutzer, welche die einschlägigen Dienste aufgrund verschiedenster Motive nicht nutzen wollen oder können, von einem Großteil der Interaktionsmöglichkeiten ausgeschlossen. Vor dem Hintergrund eines Versorgungsauftrags für alle Deutschen erscheint dies als problematisch.

Dennoch bietet  „ZDF login“ neben seinen Aktivitäten in den geschlossenen Diensten Facebook, Twitter und Google+ zusätzlich einen öffentlich zugänglichen Blog (http://blog.zdf.de/zdflogin/) an, in dem ein Interaktionstool integriert ist. Es besteht somit zumindest ein Angebot für Menschen, die keine der oben genannten Social Media Dienste nutzen.

Ob dies nun ein ausreichendes Angebot für Menschen darstellt, die keinen privaten Social Media Dienst nutzen wollen kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden, da hierfür der Einfluss auf die Sendung aus den jeweiligen Interaktionstools und die Interaktion an sich quantitativ Analysiert werden müsste und dafür zu diesem Zeitpunkt nicht die Mittel bereit stehen.

Nichtsdestotrotz empfinde ich persönlich das angebotene öffentlich zugängliche Interaktionstool als ausreichend, um eine Präsenz in den Relevanten privaten Social Media Diensten zu rechtfertigen. Andersherum wäre der Aufschrei groß, verzichtete man aus den oben genannten Gründen auf eine Präsenz. Dies wäre wohl alles andere als Zeitgemäß.

Quellen:

MisterEde. (2012). Heuchelei, Werbung und Zuschauertäuschung bei ZDF login. Online in Internet. URL:

http://www.mister-ede.de/medien/heuchelei-bei-zdf-log-in/1489 (Abgerufen am 14.11.12)

ZDF. (2012). ZDF login. Online in Internet. URL: http://blog.zdf.de/zdflogin/ (Abgerufen am 14.11.12)

Abbildungen:

Abb.1 – Screenshot: Facebook Nutzerzahlen 20010 – 2013 http://de.statista.com/statistik/daten/studie/70189/umfrage/nutzer-von-facebook-in-deutschland-seit-2009/ (Aktualisierter Stand: 10.01.13)

Abb.2 – Screenshot: Twitter Nutzerzahlen bis 2012
Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/232401/umfrage/monatlich-aktive-nutzer-von-twitter-weltweit-zeitreihe/ (Aktualisierter Stand: 10.01.13)

Relevanz digitaler Kommunikation im Fernsehen / Social TV

Spätestens seitdem mobile Endgeräte höhere Zuwachsraten verbuchen als klassische Stationäre Computer, spricht man vom „mobilen Zeitalter“. Damit einher geht die ständig steigende Nutzung eines zweiten Bildschirms (Smartphone, Tablet oder Laptop) während des Fernsehkonsums. In diesem Fall spricht man von Second-Screen-Nutzung. (Sarah hat zum Second Screen-Trend einen ausführlichen Post geschrieben) Eine Studie des Ericson Consumer Labs ergab, dass 62 Prozent der Befragten (USA, UK, Deutschland, Spanien, Schweden, Taiwan) während des Fernsehkonsums aktiv Social Media Plattformen nutzen. Zudem werden immer mehr klassische Fernsehprodukte über mobile Endgeräte konsumiert.

Die renommierte ARD/ZDF Online-Studie zeichnet zwar kein ganz so eindeutiges Bild, ein klarer Trend zum Second Screen ist dennoch erkennbar. Demnach nutzen schon 13 Prozent der Deutschen ein zweites Digitalmedium während des Fernsehkonsums.

Daraus ersichtlich wird ein klares Bedürfnis der Fernsehnutzer sich über das- und mit dem Fernsehgeschehen auszutauschen. Die Sendeanstalten versuchen diesen Entwicklungen mit neuartigen Sendeformaten rechnung zu tragen. Diese Form des Fernsehens, also die Interaktion mit den Usern eines Formats bezeichnet man als Social TV.

Der Blogger Guido Bülow beschreibt Social TV als Schlagwort für Technologien und Internetanwendungen, die versuchen Fernsehen mit Interaktivität in sozialen Netzwerken zu verbinden. (vgl. Bülow, 2012) Meiner Meinung nach mangelt es dieser Bezeichnung noch an einer gewissen Weite, was die Medien angeht, über die eine Interaktion geschieht. Denn Interaktion über Fernsehen und mit Fernsehschaffenden kann nicht nur über soziale Netzwerke, sondern auch über eine große Bandbreite anderer Tools entstehen. Aus Ermangelung an stichhaltiger Literatur will ich dennoch an dieser Definition festhalten.

 ZDF login kann und muss demnach als Format mit dem klaren Ziel der Nutzerinteraktion als Social TV gelten.

Relevanz wird diesem Thema weiterhin durch den demographischen Wandel verliehen. Besonders die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten müssen sich vor dem Hintergrund einer Gebührenreform, bei der ab 01.01.2013 jeder Haushalt einen festen Beitrag zur Finanzierung der öff.-rechtl. Sendeanstalten leiten muss, aber immer älter werdendem Publikum, fragen, ob Sie dem Programmauftrag noch gerecht werden.

„Bei einem ZDF-Altersdurchschnitt von mittlerweile über 60 müssen wir Türen zu den Jüngeren aufmachen.“(Peter Frey, 2011)

Daher gilt es besonders für die öffentlich rechtlichen Sender Formate zu entwickeln, die den Interessen und Lebensumständen einer jüngeren Zielgruppe Rechnung tragen.

EDIT vom 16.02.12: Sarah weisst in ihrem Kommentar auf ihren eigenen Beitrag zu Social TV hin. Ich finde ihn äußerst lesenswert!

Quellen:

ARD / ZDF Onlinestudie. (2012). Online in Internet. URL: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/ (Abgerufen am 20.11.12)

Bülow, G (2012). Wandel durch Social Media – Das Fernsehen wird zum Social TV. Online in Interne. URL: http://www.guidobuelow.de/2012/02/07/wandel-durch-social-media-das-fernsehen-wird-zum-social-tv/ (Abgerufen am 20.11.12)

Ericsson Consumer Lab. (2012). TV and Video – An Analysis of evolving Consumer Habits. Online in Internet. URL: http://hugin.info/1061/R/1636526/525900.pdf (Abgerufen am 20.11.12)

von Riegen,M. (2011). [Interview] ZDFinfo: Mit Interaktion junge Zuschauer finden. Online in Internet. URL:http://www.digitalfernsehen.de/Interview-ZDFinfo-Mit-Interaktion-junge-Zuschauer-finden.64881.0.html (Abgerufen am 20.11.12)

Digitale Kommunikation

Im Mittelpunkt unserer Betrachtungen steht die digitale Kommunikation im Rahmen neuartiger TV-Konzepte.  Dabei gilt es zunächst einen klaren Begriff davon zu haben, was Digitale Kommunikation für unsere Zwecke eigentlich Bedeutet. Jan Schröder hat in einem ausführlichen Post beschrieben, wie er digitale Kommunikation begreift. Er sieht digitale Kommunikation vor allem als Orts- und Zeitunabhängige Kommunikation mittels digitaler Medien. Dem Internet misst er hierbei eine entscheidende Komponente bei, da es in Referenz auf Grimm (2005) und Meinel & Sack (2009) das dominierende digitale Medium unserer Zeit sei.

Abb.1 Grafik übernommen von Jan Schröder Online in Internet. URL: http://jansdigiblog.wordpress.com/2012/11/16/definition-digitale-kommunikation/

Jan beschreibt zudem die Kodierprozesse, also wie Informationen zwischen Kommunikator und Empfänger im Rahmen digitaler Kommunikation kodiert und dekodiert werden.

Für Jan ist digitale Kommunikation also ein:

“Austausch von Informationen […], wobei das Internet als digitales Medium Teil dieses Austausches ist und zu einer neuen Form der Kommunikation verhilft, die unabhängig von Zeit und Ort stattfinden kann” (Schröder, 2012)

Ich werde im Folgenden auf dieser Definition aufbauen, da sie zweifelsohne auch für meine Zwecke geeignet ist. Sobald ich später auf einzelne Teilaspekte digitaler Kommunikation in Bezug auf ZDF login eingehe,  werde ich sie gegebenenfalls anpassen oder erweitern.

Quellen:

Schröder,J. (2012). Definition Digitale Kommunikation. Online in Internet. URL: http://jansdigiblog.wordpress.com/2012/11/16/definition-digitale-kommunikation/ (Abgerufen am 17.11.2012)

Abbildungen:

Abb.1- Grafik übernommen von Jan Schröder. Online in Internet. URL: http://jansdigiblog.wordpress.com/2012/11/16/definition-digitale-kommunikation/

Zielgruppen

Jede Kommunikation verläuft laut Lasswell nach dem Schema

Wer sagt

Was

Über welchen Kanal

Zu Wem

Mit Welchem Effekt. 

Um Aussagen über die Auswirkungen und die Kanäle digitaler Kommunikation seitens ZDF Login (Wer) machen zu können bedarf es zunächst also einer Analyse der Zielgruppen (zu Wem) des Formats.

Aufgrund der Besonderheit von ZDF Login, das ein Teil des Sendekonzepts praktisch schon vor der eigentlichen Sendung auf Facebook, Twitter, Google+ und dem Login-Blog geschieht gilt es analog zu meiner im letzten Artikel vorgenommenen Abgrenzung von Usern und Rezipienten einer Unterscheidung zwischen möglichen TV-Zielgruppen, Online-Zielgruppen und etwaigen Hybriden.

TV

Das Format ZDF Login wird seit dem 23. November 2010 auf dem ZDF Spartenkanal ZDFInfo ausgestrahlt. Der ZDF Chefredakteur Peter Frey beschreibt in einem Interview vom 29.08.2011 die Zielgruppen, die ZDFinfo ansprechen soll. In einem Interview mit dem Branchenblatt “digitalfernsehen” geht er zudem speziell auf die Zielgruppe von ZDF Login ein.

Frey sieht die Hauptzielgruppe von ZDFinfo vor allem in den 30 – 50 Jährigen, also der Mitte der Gesellschaft, welche durch das Hauptprogramm immer weniger erreicht werde. (vgl. Frey, 2011).

“Mit der wöchentlichen Talkshow “log in” suchen wir eine noch jüngere Zielgruppe und bringen Themen ins Fernsehen, die auch 20- bis 30-Jährige ansprechen” (Frey, 2011)

Laut dem Branchendienst DWDL wird Login im speziellen vorwiegend von Zuschauern maskulinen Geschlechts konsumiert. Die Quote liegt hier bei 2 Männern auf eine Frau.  Die Einschaltquote liegt zudem durchschnittlich bei 40.000 Zuschauern, was einem relativen Marktanteil von 0,2 Prozent der Werberelevanten Zielgruppe entspricht. Die späte Sendezeit um 22:20 begründet sich DWDL zu Folge vor allem in den Primetimes der großen Sender, da die Zuschauer danach erst in die höheren Sender schalten würden.

(vgl. Mantel/DWDL, 2012)

Online

ZDF Login ist online mit eignen Seiten auf Facebook, Google+, Twitter und einem Blog mit integriertem Diskussionstool vertreten. Da das Sendekonzept Kommunikation mit den Zielgruppen über die eben genannten Plattformen voraussetzt, sind Fans, Follower und Subscriber auf diesen elementar wichtige Zielgruppen.

Es sticht dabei heraus, dass die von Peter Frey genannte Zielgruppe in der Altersstruktur den Kern der Nutzer jener Sozialen Medien ausmacht. (vgl. folgende Abbildungen)

Altersstruktur der Twitter Nutzer in DeutschlandQuelle: http://www.futurebiz.de/artikel/demografie-sozialer-netzwerke-50-der-nutzer-sind-zwischen-25-44-jahren-alt/

Abb.2 Screenshot: Altersstruktur der Twitter Nutzer in Deutschland
Quelle: http://www.futurebiz.de/artikel/demografie-sozialer-netzwerke-50-der-nutzer-sind-zwischen-25-44-jahren-alt/

Weiterhin vereint ZDF Login auf Twitter und Facebook mit etwas mehr als 6000 Followern bzw. Fans nahezu die gleiche Anzahl an direkt erreichbaren Usern. Auf Google plus sind es knapp 300. Über die Anzahl der Nutzer des Blogs lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage treffen, da diese Kennzahlen nicht nach außen hin dargestellt werden.

Hybrid

Damit das Interaktive Sendekonzept ZDF Logins allerdings funktionieren kann, bedarf es der Integration beider Zielgruppen, also einer Hybridform. Diese beteiligt sich vor der Sendung aktiv am Diskurs in den Sozialen Netzwerken, um dann idealerweise, während die Sendung live verfolgt wird, möglicherweise in Echtzeit noch Einfluss auf die  Interaktion in der Sendung zu nehmen.

An dieser Stelle zeigt sich ein weiteres Mal der Nutzen einer semantischen Trennung von Rezipienten und Usern, denn die maximal mögliche Anzahl an Usern resultiert aus der totalen Anzahl an Followern und Fans, also maximal 12300, wobei anzunehmen ist, dass einige Personen auch auf mehr als einem Dienst den Statusupdates von ZDF Login folgen. Zudem aus dem Personenkreis derer die aufgrund der netzwerkinternen Algorithmen, Interaktionen ihrer Freunde mit ZDF Login mitbekommen und dieserseits möglicherweise zu einer Beteiligung angeregt werden.

Verrechnet man nun diese Zahl mit den aus der Quote ermittelten 40.000 Zuschauern zeigt sich, dass es eine vergleichsweise hohe Zahl an Menschen gibt die das Format nur rezipieren, sich aber nicht aktiv als User am Diskurs beteiligen.

Quellen:

Lückerath, T. (2011). Frey: ZDF erreicht Mitte der Gesellschaft immer weniger. Online in Internet. URL: http://www.dwdl.de/nachrichten/32659/frey_zdf_erreicht_mitte_der_gesellschaft_immer_weniger/ (Abgerufen am 09.11.12)

Mantel, U. (2012). Zwölf wissenswerte Infos zu zwölf Monaten ZDF Info. Online in Internet. URL: http://www.dwdl.de/magazin/37299/zwoelf_wissenswerte_infos_zu_zwoelf_monaten_zdfinfo/page_1.html (Abgerufen am 09.11.12)

von Riegen,M. (2011). [Interview] ZDFinfo: Mit Interaktion junge Zuschauer finden. Online in Internet. URL:http://www.digitalfernsehen.de/Interview-ZDFinfo-Mit-Interaktion-junge-Zuschauer-finden.64881.0.html (Abgerufen am 09.11.12)

Abbildungen:

Abb.1 – Screenshot: Altersstruktur der Facebook Nutzer

Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/162786/umfrage/nutzer-von-facebook-in-deutschland-nach-alter (Aktualisiert am  15.02.13)

Abb.2 – Screenshot: Altersstruktur der Twitter Nutzer in Deutschland
Quelle: http://www.futurebiz.de/artikel/demografie-sozialer-netzwerke-50-der-nutzer-sind-zwischen-25-44-jahren-alt/ (Abgerufen am 09.11.12)

Rezipient versus User

Ich habe im letzten Artikel kurz das erste Problem angedeutet, welches ich bei der Beschreibung des Formates hatte. Wer ist nun eigentlich Rezipient im klassischen Sinne und wer ist “User” – oder ergibt sich gar eine neuartige Mischform? Wer sind Kommunikatoren?

Merten beschreibt den Rezipienten als Komplementär des Kommunikatoren. Er setzt dafür  nach dem “Uses and gratification Approach”  den aktiven  Rezipienten vorraus. Der aktive Rezipient ist dabei derjenige, der aufgrund eigener Kriterien Medienangebote auswählt und rezipiert. (vgl. Merten, 2007)

Rezipient ist folglich derjenige, der aktiv zur Sendezeit entweder ZDFinfo oder Livestream anschaltet oder die Sendung Zeitversetzt via Mediathek ansieht.

“User”, aus dem Englischen Anwender ist wie sich aus dem Namen ableiten lässt derjenige, der die ihm gebotenen Onlineangebote nutzt um sich aktiv an einem Diskurs beteiligen. Oder kann nicht auch der- oder diejenige, der/die sich aufs Sofa setzt um einfach den Diskussionen zuzuhören ein “User” sein?

Nach ausgiebiger Recherche muss ich feststellen, dass sich weder in der einschlägigen Literatur noch im via google scholar eine probate Defintion des “Users” finden lässt.

Jedoch wird der “User” immer wieder in Verbinding mit dem so genannten “user generated content”, also Inhalte und Medien, die von Nutzern auf Webseiten selbst erstellt werden, genannt.Deshalb erlaube ich mir im Folgenden eine eigene Abgrenzung der beiden Termini, welche ich auch für den weiteren Verlauf auf diesem Blog beibehalten werde.

Der Rezipient ist also jener, der sich aktiv ein Medienangebot aussucht, aber nicht aktiv über etwaige Beteiligungstools an der inhaltlichen Gestaltung der Sendung teilnimmt. Der User muss nicht zwangsläufig Rezipient sein, jedoch beteiligt er sich zumindest auf einer der angebotenen Plattformen (Blog, Facebook, Twitter, The European) aktiv am Diskurs, gibt Anregungen oder stellt Fragen. Zumindest aber erstellt er Inhalte in Form von Text-, Audio-, Video- oder Audiovisuellen Beiträgen. Folglich wird der User meist auch ein Rezipient sein, muss dies aber nicht zwangsläufig. Ein Rezipient der Sendung braucht dementsprechend auch kein User zu sein.

EDIT vom 23.01.13: Sarah weist in einem sehr interessanten Artikel auf die Nutzertypologie “lean back” hin, welche durch die Kommunikationswissenschaftler Hachmeister und Zabel beschrieben wurde. In Analogie dazu typisiert der Blogger Guido Bülow den “Lean forward- Nutzer”. Beide Typologien lassen sich auf die oben vorgenommene Definition anwenden. Dabei entspricht meine Definition des Rezipienten der des “Lean-back-Nutzers”, die des Users wiederum der des “Lean-forward-Nutzers.

Quellen:

Merten,2007, Einführung in die Kummunikationswissenschaft, LIT Verlag Münster

Eckerlein,S. (2012). Lean back oder interact? Online in Internet. URL: http://digikommdigitv.wordpress.com/2012/12/15/lean-back-oder-interact/comment-page-1/#comment-11 (Abgerufen am 23.01.13)